Mit dem richtigen Zubehör Heizkosten sparen

Sie haben schon moderne Heizungsthermostate nachgerüstet und sind für den Winter gewappnet? Prima. Jetzt kann man allerdings noch einen Schritt weiterdenken. Moderne Thermostate werden nur da ihre volle Wirkung entfalten, wo auch die baulichen Bedingungen optimal sind.

Sie wohnen in einer schönen Altbauwohnung. Leider pfeift kalte Luft durch die Wohnung und das Raumklima ist auch nicht optimal. Bei der Ursachenforschung können schnell die üblichen Schwachstellen aufgedeckt werden, z. B. fehlende, mangelnde Isolierung an Fenstern und Türen.

Ausgehend von dieser Erkenntnis lassen sich einige, einfache Maßnahmen ergreifen, die Energie einsparen und das Raumklima verbessern.

Wir haben nachfolgend einige Tipps für Sie zusammengefasst.

das ideale Raumklima mit dem Thermometer überwachen

Thermometer
Innenraum-Thermometer *

Es kann vorkommen, dass aus unterschiedlichen Gründen die an den elektronischen Thermostaten eingestellte Temperatur nicht erreicht wird. Wird das Thermostat z. B. durch einen Vorhang verdeckt, kann es passieren, dass die Raumtemperatur nicht genau gemessen wird.

Ein gutes Hilfsmittel ist dabei ein Innenraum-Thermometer *. Einfache Modelle sind schon günstig zu haben und erleichtern es, die Raumtemperatur zu überwachen.

Das Thermometer auf dem Foto ist zusätzlich mit einem Hygrometer bzw. einer Hygrometerfunktion ausgestattet. Diese Funktion ist äußerst sinnvoll, um die Luftfeuchtigkeit zu überwachen.  Wie in unserem Beitrag über das richtige Heiz- und Lüftungsverhalten beschrieben, sollte eine relative Luftfeuchtigkeit von ca. 60 % nicht überschritten werden. Das kann z. B. schnell in Schlafzimmer nach der Nachtruhe passieren. Das Hygrometer bestimmt die Luftfeuchtigkeit und zeigt Ihnen somit an, wann ein Luftaustausch dringend ratsam ist.

Ein Innenthermometer mit Hygrometer ist somit eine sinnvolle Investition, um das Raumklima zu überwachen und Schimmel vermeiden.

Sogenannte “Wetterstationen” bieten einen noch größeren Funktionsumfang, z. B. Innen- und Außenthermometer,  Luftfeuchtigkeit und Wetterprognose.

Energie sparen mit Heizkörper-Isolierung

Heizkörper-Reflexionsrolle: Wandisolierung
Heizkörper-Reflexionsrolle *

Ein weiterer, einfacher Weg nicht unnötig Wärme zu verschwenden ist die Isolierung der Wand hinter den Heizkörpern. Die Heizkörper sind oftmals an den Außenwänden unterhalb der Fenster montiert. Die Heizkörper strahlen die Wärme aber nicht nur nach vorne und oben in den Raum ab, sondern auch nach hinten an die Wand. Auf diese Weise geht unnötig Wärme verloren.

Mit einer Wandisolierung hinter dem Heizkörper wird dafür gesorgt, dass die Warme Luft nicht von der Wand absorbiert, sondern reflektiert wird.

Für die vielen unterschiedlichen Heizkörper gibt es generell Universal-Folien. Also Reflektionsfolien, die in der Regel eigenhändig auf die eigenen Heizkörper zugeschnitten werden müssen.

Das erzeugt zwar etwas Arbeit, ist aber eine gute Methode, um kostengünstig Energie zu sparen und unnötigen Wärmeverlust zu vermeiden. Auch in Räumen bzw. Wohnungen in denen die Heizkraft der Heizung oder Heizkörper nicht ausreichend ist (z. B. Heizkörper zu klein für den Raum, Heizung zu leistungsschwach…) kann durch die Anbringung von Isolierfolie wertvolle Energie genutzt werden.

Die Reflektionsfolien sind in der Regel mit Aluminium beschichtet, das für seine gute Isolierungseigenschaft bekannt ist. Je nach Isolierfolie bzw. Hersteller erfolgt die Montage entweder über die schon angebrachten Klebestreifen oder über handelsüblichen Kleber, z. B. doppelseitiges Teppichklebeband. Wobei darauf zu achten ist, dass Klebematerial gewählt wird, welches bei der Demontage keine Rückstände hinterlässt.

Türdichtungen und Fensterdichtungen sperren die kalte Luft aus

Fensterisolierung und Türisolierung
Fenster- und Türisolierung *

Last but not least sollten die Türdichtungen und auch die Fensterdichtungen überprüft werden.

Bei einfachen Wohnungstüren wird oftmals komplett auf Dichtungen verzichtet. Diese sind kostengünstig und in verschiedenen Größen erhältlich. Um unnötige Arbeiten bei der Anbringung zu vermeiden, empfiehlt es sich, die Spaltmaße genau zu messen. Die Universal-Isolierungen können einfach auf die passende Länge geschnitten und am Türrahmen befestigt werden.

Mit der nachgerüsteten Isolierung lässt sich nicht nur weitere Energie sparen. Ein weiterer positiver Effekt ist auch, dass man lästige Gerüche der Nachbarn, z. B. Zigaretten-Rauch, Essensgerüche, aus der eigenen Wohnung fernhalten kann.

Auch die Fensterisolierung kann auf diese Art nachgerüstet oder erneuert werden.



Werbung*

Fazit

Die vorgestellten Hilfsmittel sollen aufzeigen, wie man auf relativ einfache und günstige Weise noch mehr Heizenergie und Kosten sparen kann. Nicht alle Maßnahmen sind für jede Wohnung gut geeignet. So kann z. B. eine Isolierfolie hinter einem alten Rippenheizkörper die Optik trüben.

Es macht aber auf jeden Fall Sinn die eigene Immobilie nach Schwachstellen zu untersuchen und gegebenenfalls nachzurüsten.