Was ist Smart Home?

Was wird unter dem Begriff Smart Home verstanden?
Was ist eigentlich Smart Home?

Was vor gar nicht mal so langer Zeit vielleicht noch Fantasie in manchen Hollywoodstreifen gewesen ist, wird immer mehr Realität. In einem intelligenten Zuhause – also einem sogenannten Smart Home – sind die Geräte miteinander vernetzt. Der Mensch kann sich zurücklehnen und viele Aufgaben an die „Maschine“ weitergeben, die dann ganz automatisch erledigt werden.

Smart Home oder intelligentes Wohnen…? Alles Definitionssache!

Der Begriff Smart Home ist seit einigen Jahren immer häufiger in den Medien und der Werbung vorzufinden. Aber was wird eigentlich darunter verstanden?

Per Definition kann der Begriff so beschrieben werden: Smart Home bezeichnet die Vernetzung, Fernsteuerung und Automatisierung von Geräten in Immobilien (Wohnungen, Häuser, Büros etc.). Zu den Geräten zählen sowohl die Haushaltsgeräte, wie Beleuchtung, Heizung bzw. Heizkörperthermostat, Rollläden, als auch Multimedia- und Unterhaltungselektronik.

Die Begriffe intelligentes Wohnen, Hausautomation, eHome und Smart Living werden häufig synonym verwendet. Dabei wird unter Hausautomation speziell die Steuerung, Regelung, Optimierung und Überwachung in privaten Haushalten verstanden. Darunter fällt z. B. die Steuerung von Heizung, Rollläden und Beleuchtung. Zur Hausautomation wird ebenfalls die Fernsteuerung und Programmierung über das Internet oder über das Telefonnetz gezählt.

Warum Smart-Home-Produkte nutzen?

Der Mehrwert liegt in der Steigerung von Wohnkomfort, Energieeffizienz und Sicherheit. Ein Beispiel für Smart-Home in der Praxis ist z. B. die Vernetzung von Haushaltsgeräten und Haustechnik. So ist es möglich verschiedene Geräte, wie Rollläden, Licht und die Heizung, direkt von einem Gerät aus, also über eine zentrale Steuereinheit, zu kontrollieren. Diese Funktion kann auch ein Smartphone oder Tablet-PC übernehmen. So hat der Eigentümer die Möglichkeit von Unterwegs alle Geräte, die miteinander verbunden sind, zu steuern.

Wurde z. B. vergessen die Rolläden zu senken? Kein Problem. Mit der passenden Fernsteuerung könnten die Rollläden herabgelassen werden. Somit wären die eigenen vier Wände vor neugierigen Blicken und Einbrechern sicher. Eine weitere Möglichkeit ist die Heizung bzw. Heizkörperthermostate von unterwegs so zu programmieren, dass die Wohnung bei der Rückkehr aufgeheizt ist. Im Umkehrschluss könnte ein vergessenes Heizkörperthermostat auch per Fernsteuerung deaktiviert werden.

Durch die Smart-Home-Technik besteht die Möglichkeit den Wärmeverbrauch zu optimieren und Strom zu sparen. Bisher nutzen allerdings nur wenige Haushalte die smarte Technik. Das hat verschiedene Gründe. Oftmals wird mit der Installation ein großer Aufwand assoziiert. Interessenten gehen oft davon aus, dass neue Kabel gelegt und Schalter getauscht werden müssen. Dem ist aber meistens nicht so. Intelligente Funksysteme ermöglichen auch Laien eine unkomplizierte Installation mit wenig Aufwand. Auch die Kosten stehen sicherlich bei vielen Kaufinteressenten im Vordergrund.

Sind Sie bereit für das smarte Zuhause?

Das Immobilienportal Immonet hat 2014 eine Studie in Auftrag gegeben, die der Frage nachgehen sollte, wie die Verbraucher die Smart Home Technologie einschätzen. Grundsätzlich ließ sich dabei feststellen, dass ein Interesse an den Produkten durchaus vorhanden ist. Oftmals herrscht aber noch ein Verständnisproblem.

Immerhin hatte die Hälfte der Befragten eine annähernd genaue Vorstellung darüber was unter Smart Home verstanden wird. 32% lagen mit ihrer Einschätzung allerdings deutlich daneben und verstanden das Smart Home als “gemütliches zu Hause”. Hier sollten die Medien und Hersteller wohl noch mehr Aufklärungsarbeit leisten.

Am sinnvollsten wird der Einsatz der Technologie bei der Optimierung der Energieeffizienz angesehen (40% der Befragten waren dieser Ansicht). Das Komfortthema wurde als weniger wichtig eingestuft.

Interessant ist, dass grundsätzlich ein Drittel der Befragten bereit wäre für eine Immobilie mit Smart Home Ausstattung eine erhöhte Miete bzw. einen höheren Kaufpreis zu zahlen.

Die Kritik der Skeptiker liegt in einer möglichen digitalen Abhängigkeit. Nutzer fürchten „faul“ zu werden oder dass durch die Überwachungsmöglichkeit ein Risiko bestehen könnte (Datenklau).

Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass die technologische Entwicklung bereits soweit fortgeschritten ist, dass viele Bedürfnisse der Verbraucher befriedigt werden können. Vielen Verbrauchern sind die Anwendungsmöglichkeiten der Smart Home Technik noch nicht klar geworden. Hier sollte verstärkt Aufklärung betrieben werden.

Smart Home und Heizkörperthermostate

Der Fokus dieser Internetseite liegt auf den Heizkörperthermostaten. Aus diesem Grund möchten wir natürlich noch einmal speziell auf die Verbindung von Smart-Home und Heizkörperthermostaten eingehen. Viele Hersteller haben schon tolle Lösungen auf den Markt gebracht, die es nicht nur ermöglichen die Heizungssteuerung zu programmieren, sondern dieses auch zentral und bei Bedarf aus der Ferne zu erledigen. Hierdurch entsteht natürlich zusätzliches Komfort- und Einsparungspotenzial für den Smart-Home-Nutzer.

Fazit

Der Einsatz der Smart Home Technologie wird sich in Zukunft immer weiter verbreiten. Das ist grundsätzlich auch sinnvoll, weil die Geräte den Komfort steigern und die Kosten senken können. Dabei sind natürlich die höheren Anschaffungskosten zu berücksichtigen. Tendenziell ist aber auch zu erwarten, dass die Preise der Geräte für den Endverbraucher weiter sinken werden. Einsteiger-Modelle aus allen Kategorien – wie Küche, Heizen, Multimedia – sind schon jetzt auch für den schmalen Geldbeutel erschwinglich und keinesfalls nur für Technik-Nerds geeignet.